Metzingen Outlet City
(Naja, Outlet Dorf, aber wir wollen nicht so sein…)

Der Fabrikverkauf in Metzingen: was einmal als kleines Kabuff am Lieferanteneingang der Hugo Boss Fabrik begann, ist heute bekannt als Metzingen Outlet City. City ist zwar immer noch etwas zu hoch gegriffen – Metzingen ist im besten Fall eine Kleinstadt – aber die Outlets haben inzwischen wirklich überdimensionale Größen erreicht, ganz zu schweigen von Flagship-Store-würdigem Aussehen.

Wir sind immer auf dem Weg zu meiner Oma durch Metzingen gefahren (als es noch keine Umgehungsstraße gab) und haben oft “beim Boss” angehalten. So hieß das damals und als ich 10 Jahre alt war, beeindruckte mich dieses ganze feine Designerzeugs und die Tatsache, das man es da so billig kaufen konnte. Es gab zwar noch keine Damenmode von Boss, aber das hat mich nicht daran gehindert, Jeansjacken und T-Shirts zu kaufen und mir extrem trendy damit vorzukommen.

Die Erweiterung um andere Outlets, erst deutscher Designer wie JOOP und später auch anderer Marken,  ging eher schleichend voran. Heute finden sich in Metzingen zig Marken-Outlets, von Adidas bis Wolford und von Schokolade bis Frottee gibt’s nix, das es nicht gibt. Die Ausbeute meines letzten Metzingen-Ausflugs sah so aus>>>
Allein für die Ersparnis von fast 2.000 € beim Kauf einer Lederjacke hat sich’s gelohnt, obwohl ich vermutlich wenig Lust hätte, nur deswegen extra von München nach Metzingen zu fahren.

Andere tun das aber und die reisen nicht nur aus München an. Ganze Reisegruppen von Japanern oder Amerikanern sind kein seltener Anblick und die Parkplätze sind voll von Kennzeichen aus ganz Deutschland. Gerade deswegen fehlt mir auch in Metzingen ein Museum oder zumindest eine detaillierte Schautafel, die die Geschichte der Stadt und ihrer Textilindustrie dokumentiert. Read more…

Ein Video für schlechte Tage

Dies ist ein Video für heute. Für jeden Montag und jeden anderen Tag, an dem es nicht so rund läuft. Für Tage, an denen alles schief geht und man zu blöd ist, die einfachsten, alltäglichsten Dinge mit einem Minimum an Würde und ohne Gefahr für Leib und Leben zu erledigen.

Dann schaut man sich diese Leute an, die in amerikanischen Infomercials kläglich an Aufgaben scheitern, die wir mit Leichtigkeit meistern würden und weiß: es gibt immer Menschen, die noch schlimmer dran sind (Bonus: Schadenfreude!)

Allgemeinwissen 2010: Mordopferzahlen? WICHTIG!, Feingefühl? NICHT SO

Für die politisch korrekte, feinfühlige und vor allem hochrelevante Wahl der Fragen im Wissenstest schlage ich hiermit die Redaktion des Spiegel-Wissenstest für den Friedensnobelpreis vor. Testen Sie jetzt ob IHR Allgemeinwissen in Bezug auf Mordopferzahlen auf dem neuesten Stand ist:

Beim Holocaust nimmt der Test es nicht so genau. Jeder, der weiß, wie viele Juden die Nationalsozialisten UNGEFÄHR ermordet haben, ist schon ganz gut dabei. Was sind schon ein paar mehr oder weniger… Und wer gewinnt den Test? Der, der am höchsten schätzt? Fragen wir doch mal Bischof Williamson? (Psst, wenn SIE die Antwort ganz genau wissen, dann sollten Sie das vielleicht lieber für sich behalten, sonst fragt noch jemand nach, woher sie die Statistiken so genau kennen).

Ein bisschen genauer wollen sie es schon bei den Mordopfern der RAF wissen. Klar, ist ja auch nicht so lang her und sind nicht ganz so viele. Da fällt das Nachzählen leichter. Read more…

Theresienflohmarkt 2010 – Fundstücke

Ich gehöre zu den Menschen, für die der Ikea in Kassennähe Teelichte, Batterien und Haferkekse positioniert. Denn wenn ich einkaufen gehe, ohne etwas zu kaufen, dann habe ich das unbefriedigende Gefühl, als Jägerin UND Sammlerin versagt zu haben. Also habe ich auch gestern beim Theresienflohmarkt ein Milchkännchen und ein Whiskeyglas, die ich beide nicht brauche, gekauft. Nicht gekauft habe ich die folgenden Fundstücke, aber ich wollte wenigstens ein Bild von ihnen mitnehmen:

Der Albino-Astronautenaffe

Der Elchstuhl
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Frohe Ostern! Wünschen die Fiona, die zwei Osterhasen und der Ostereierkopf

Es gibt ja bestimmt eine Facebook-Page dafür, aber ich sag’s jetzt mal hier: Ostern ist kein Ostern ohne den Lindt-Hasen. Da haben Werbestrategie und elterliche Konditionierung über Jahre hinweg ihre Arbeit getan.

Die diesjährige Ausgabe des Lindt-Hasen, der sich hier im Küchentischrasen versteckt, hat noch bis Montag Schonfrist. Dann geht’s ihm an den Kragen, denn Lindt-Hasen schmecken nämlich, im Gegensatz zu ihren billigeren Zeitgenossen, wirklich gut.

Vo dem folgenden Exemplar verspreche ich mir geschmacklich weniger, dafür sieht er hinreißend aus und wird wohl noch weit über Ostern hinaus meine Fensterbank zieren.

Am chicsten ist der, von mir liebevoll Ostereierkopf getaufte, Schoko-Schädel, den ich in London bei Liberty erworben hab. Den soll morgen der Osterhase bringen, also nix verraten, OK? Read more…