Dinge, die ich schon sehr lange besitze

Ein Tweet vom Stadtneurotiker

hat mich heute dazu inspiriert, auf die Suche nach Dingen zu gehen, die ich schon sehr lange besitze, aber nicht aus reiner Sentimentalität behalte, sondern weil sie immer noch einen praktischen Nutzen haben. Sie verraten ihr Alter oft durch die kleinen Details…

- Das vom Stadtneurotiker erwähnte DM-Preisschild. Gern würde ich heute in Euro den selben Preis für ein neues Lightnig Seeds-Album zahlen

- Das Wapperl mit Kindergröße in diesem T-Shirt, das mir trotzdem noch passt. Ebenfalls das Namensschild, das meine Mutter früher in meine Kleidungsstücke genäht hat, die ich mit ins Schullandheim oder Skilager genommen hab. Nicht, dass da was wegkommt! Read more…

Mein Mousepad: Selbstgemacht

Mousepad: selbstgemacht
Ich: stolz

Ich bin schon seit Jahren auf der Suche nach einem schönen Mousepad, wurde nie fündig, hab die Suche immer wieder vergessen, bis mal wieder jemand an meinem Computer saß und fast ausflippte, weil sich die optische Maus auf meinem Schreibtisch kaum kontrollieren ließ. Dann begann die Suche von Neuen, wieder erfolglos, etc, etc, ad Infinitum, bis ich auf die schlaue Idee kam, selbst eins zu machen.

Irgendwo hab ich die Idee online gefunden, aber jetzt finde ich die Quelle nicht mehr. Ich hab mich ohnehin nicht an die Anleitung gehalten, die unter anderem Vlies und ein Bügeleisen beinhaltet.

So hab ich mein Mousepad selbstgemacht:

1. Kork-Untersetzer aus der Küche geklaut (Was? Wir haben doch drei davon? Okay, ich hätte auch im Kaufhaus meines Vertrauens einen erwerben können, der keine Essensflecken hat.)
2. Mit Pattex bestrichen.
3. Stoff draufgeklebt.

Fertig. Read more…

Fesch samma: Mein selbstgenähtes Sari-Dirndl

Von der Suche nach einem Dirndl-Nähkurs in München habe ich schon berichtet. Gesucht, gefunden, aber damit ging die richtige Suche erst los: die nach dem perfekten Stoff. Wenn ich mir schon ein Dirndl selber näh, dann brauch ich keinen Trachtenstoff aus dem Dirndl-Shop Hintertupfing nehmen. Es sollte bitteschön ein besonderer, außergewöhnlicher, einmaliger und natürlich wunderschöner Stoff sein.

Fündig geworden bin ich dann in London (beim Stoff-Shopping in London hab ich so viele tolle Stoffe gefunden, dass mir der Bericht einen eigenen Post wert war). Das ist der Stoff, aus dem ich mein Dirndl nähen wollte, ein britisch-indischer Sari:

Die Saris in dem Shop in der Brick Lane, in dem ich fündig geworden bin, waren alle 5 Meter lang und 1,20 Meter breit. Das ist mehr als genug für ein Dirndl und mit 35 Pfund bin ich trotzdem wesentlich billiger davon gekommen als mit jedem regulären Stoff. Die Stoffe sind auch immer gleich aufgebaut. Sie haben auf beiden Seiten eine fortlaufende Zierborte, die man hier rechts und links sieht und am Ende ca. 1 Meter Stoff, der komplett verziert und verschörkelt ist. In diesem Fall ist die Zierborte und der letzte Meter mit eingewebtem Goldfaden verziert, der restliche Stoff ist einfarbig blau. Read more…

Stoffe kaufen in London

Für meinen Dirndl-Nähkurs in München wollte ich einen ganz besonderen Stoff besorgen und da ohnehin ein London-Besuch anstand, konnte ich den gleich zum Stoffe Kaufen nutzen. Eigentlich schwebte mir ein farbenfroher Baumwoll-Print-Stoff vor, aber es kam dann so….

Erste Anlaufstelle für Stoffe in London ist natürlich das Traditionskaufhaus Liberty. Da hüpft das Bastelmädchenherz nicht nur vor lauter Bunt! und Glitzer! und Hübsch! und Achwofüristdas?Egalichwillshaben!, sondern ob des fantastisch niedrigen Pfund-Kurses auch vor lauter Schnäppchenjagd. Ich hab so einige Stoffkombinationen fotografiert, die ich mir gut für ein Dirndl samt Schürze hätte vorstellen können:

Der Klee-Print fürs Dirndl, die Streifen für die Schürze?
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Dirndl-Nähkurs in München

Ich wollte schon ewig mal einen Nähkurs machen, genauer einen Dirndl-Nähkurs. Von meiner Oma, einer Schneidermeisterin, hab ich zwar Einiges an Nähwissen mitbekommen, aber vor den Schnittmustern und kryptischen Anleitungen der Nähmagazine habe ich trotzdem immer Respekt gehabt. Und am Dirndl lernt man so richtig, präzise und detailliert, ein Kleid zu nähen. Das Naheliegendste schien ein Nähkurs bei der Volkshochschule, die auch Dirndl-Nähkurse anbietet. So einen würde ich mal machen… beschloss ich und schob das Vorhaben dann einige Jahre vor mir her. Jahre, in denen ich weiter fröhlich vor mich hin dilettierte und mehr schlecht als recht irgendwas zamnähte, ohne so recht zu wissen, was ich da tu.

Bis dann plötzlich eine Hochzeitseinladung reinflatterte – zu einer bayrischen Hochzeit. Kombiniere: ich brauch ein neues Dirndl. Natürlich sind genau dann alle Dirndl-Nähkurse bei der Volkshochschule schon ausgebucht. Gott sei Dank! Denn so bin ich auf die Nähkurse von Judith Willsau gestoßen.

In einem Studio, das aus den Mädchenträumen ihrer Kreativ-Bohemien-Schülerinnen entsprungen scheint, gibt Judith Willsau genau die Art von Nähkurs, die sich eine  junge Frau vorstellt, wenn sie sagt “nähen würd ich eigentlich auch gern können”. Alles ist hübsch, kreativ, verspielt, hell, freundlich. Und beim Nähen gilt: Alles kann, nichts muss. Als ich mit einem etwas eigenwilligen Stoff für mein Dirndl angerückt bin (dazu später mehr) hat sie meinen kreativen Einkauf gelobt und eine Lösung gefunden, wie der Stoff passend gemacht werden kann.

Für in etwa das gleiche Geld, das mich ein Volkshochschul-Nähkurs gekostet hätte, bekam ich bei Judith Willsau eine sehr individuelle Betreuung in kleinen Gruppen und – für mich besonders wichtig – ich konnte kommen, wann es mir passt. Bei der VHS hätte ich garantiert die Hälfte der Stunden ausfallen lassen. Weil ich es nie schaffe, jeden Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag Abend für so eine Verpflichtung frei zu halten. Hier konnte ich einfach sagen, an welchem Tag ich Zeit hätte und wenn im Terminkalender noch ein Platz frei war, dann fand mein Nähkurs in der folgenden Woche halt am Dienstag statt.

Ich bin jede Woche wieder gern zu meinem Dirndl-Nähkurs gegangen und auch wenn er jetzt vorbei ist, werde ich bestimmt bei Gelegenheit mal wieder einen Kurs bei Judith Willsau machen – oder sie um Hilfe bitten, wenn ich mit so einem verflixten Schnittbogen nicht zurecht komm… Read more…

Tischtuch? Tuchtisch!

Alt, aber gut:

Ein Tischtuch ohne Tisch

Könnte man rein theoretisch auch selber machen (wie’s geht steht in den Kommentaren unter dem Post, zu dem der Link führt).