Noch bevor der Wiener Platz mit seinen Adventsmarktstandln ins Sichtfeld rückt, schlägt mir ein Mischmasch von Gerüchen entgegen – und direkt in die Magengrube.
Ein Christkindlmarktbesuch mit Kater ist wie ein Metzgereibesuch für einen Vegetarier: er ruft das exakte Gegenteil der erhofften Reaktion hervor – die komplette Konsumverweigerung.
Glühwein, Fettiges und Zuckriges vermischen sich in der Luft mit den feilgebotenen Wellness-Seifen und Räucherstäbchen. Letztere gehören spätestens seit der Erfindung des Winter-Tollwood zu den typischen Christkindlmarkt-Gerüchen und verursachen heute auch nicht wesentlich mehr Kopfweh als an jedem anderen Tag. Doch auch das sonst so erfolgreiche Christkindlmarkt-Duftmarketing verfehlt heute seine Wirkung. Sündhaft leckere Süßspeisen sind nichts für meinen flauen Magen. Der vermeintlich einladend duftende Glühwein weckt Erinnerungen an den letzten Schnaps, den ich gestern nicht hätte trinken sollen.
Daran, wie ein heißer Sprizz mir jetzt bekommen würde, mag ich gar nicht denken. Schnell weg von den Verpflegungs- hin zu den Verkaufsständen.

Sämtliche Stände mit Lavendelkissen, Duftkerzen und Aromaölen zu umgehen, grenzt an Hochleistungssport, aber der olfaktorische Slalom führt mich auch an Stände, wo Weihnachtsgeschenke nach nichts riechen. In diesem Jahr schenkt der Haidhauser offenbar Wertarbeit: glattpolierte Edelholz-Bretter, kuschlig weiche Lammfell-Schuhe, handgenähte, liebevoll bestickte… oh je, Lavendelkissen!
Ich komme ein andermal wider – ohne Kater.
*eine kleine Fingerübung aus dem VHS-Seminar “journalistisches Schreiben”, das ich übrigens wärmstens empfehlen kann.
Fiona, Dezember 10th 2010 |
Tags: Christkindlmarkt, Weihnachten
Posted in Münchenzeugmachen
Ich betrachte es als karmische Rache, dass dieses Fahrrad, das den ganzen Sommer über einen der wenigen guten Parkplätze vor dem Büro blockiert hat und nie bewegt wurde, so von dieser Baustelle eingemauert wurde. Ich hoffe sehr, dass der Besitzer genau in dieser Woche beschließt, sein Radl jetzt aber endlich mal abzuholen und für den Winter in den Fahrradkeller zu bringen.

Fiona, November 29th 2010 |
Tags: Fahrradhauptstadt
Posted in Bahnhofsviertel
griabig (Gemütlich – wie’s halt hier so is, solang man heut nicht zum Fenster rausschaut)
Fiona, November 22nd 2010 |
Tags: Schöne Bayrische Worte
Posted in Schöne Bayrische Worte
Ein Tag, der schon auf dem Weg zur Arbeit mit einem “arischen Golf” beginnt, kann ja gar nicht mehr schlechter werden.
Volkswagen *seufz*

Fiona, November 21st 2010 |
Tags: Autos, Deppen
Posted in München
Weil alle denken, dass das Wetter in Irland immer schlecht ist, ist das Wetter in Irland immer besser, als alle denken. Außerdem ist es auch ziemlich oft schöner als in München.
Dieses Foto und dieses Video wurden Ende Oktober beim Cork Jazz Festival gemacht, bei 15°, strahlendem Sonnenschein, und einem spontanen Live-Konzert der May Day Jazzband auf der Grand Parade in Cork, wo wir gerade unseren Frühstücks-Kaffe bestellt hatten. In München waren zur selben Zeit 8° und Nieselregen.

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Fiona, Oktober 26th 2010 |
Tags: Irland, Livemusik
Posted in Andernorts
Klar, am 10.10.10 mit einem Handtuch (oder, für Fortgeschrittene: mit Bademantel) rumzulaufen, ist was für Nerds. Warum?
Weil: 42!
Gruppenbild mit Nerds beim Barcamp München:

König des Handtuchtags:

Daumen hoch! Read more…
Fiona, Oktober 10th 2010 |
Tags: 101010, Barcamp, Nerdzeug
Posted in Mottoparties, München
Gschaftler (Besserwisser. An diesem Wochenende zum Beispiel beim Barcamp München anzutreffen
)
Fiona, Oktober 9th 2010 |
Tags: Barcamp, Schöne Bayrische Worte
Posted in Münchenzeugmachen
Man hört und liest jedes Jahr wieder die “Was die Leute auf der Wiesn alles verlieren” Kopfschüttel-Geschichten: Unterwäsche, Zahn- und Beinprothesen, ja sogar Rollstühle und Krücken sollen schon im Wiesn-Fundbüro abgegeben worden sein.
Dieses Jahr hab ich das Wiesn-Fundbüro zum ersten Mal selbst besucht. Wenig erfreulich: mein verlorener Fahrradschlüssel ist nicht im Wiesn-Fundbüro aufgetaucht. Sehr erfreulich: im Wiesn-Fundbüro geht es genau so zu, wie man es sich vorstellt…

Was betrunkene Menschen auf dem Oktoberfest halt so verlieren: Blasinstrumente, Tennisschläger und Fußbälle zum Beispiel. Ich bin mir zwar sicher, dass das hier gezeigte Stillleben zur allgemeinen Erheiterung der Kundschaft arrangiert wurde, aber das sind garantiert nicht die absurdesten Fundsachen, die das Wiesn-Fundbüro je gesehen hat.
Wer auf dem Oktoberfest etwas verloren hat, kann übrigens noch bin zum 8.10.2010 das Wiesn-Fundbüro besuchen (hinterm Schottenhamel-Zelt, falls das noch steht), danach wandern alle Fundsachen ins normale Fundbüro in der Oetztalstraße.
Fiona, Oktober 7th 2010 |
Tags: Fundbüro, Oktoberfest, Shoppen, Wiesn, Wiesn 2010
Posted in Münchenzeugmachen
Mein persönliches Wiesn-Highlight, jedes Jahr wieder: die schwachsinnigen Verkleidungen der Damen im Käfer-Zelt, die voller Hoffnung auf eine Wiesn-Bekanntschaft mit einem Fußballprofi Outfits ausführen, die sich am besten mit einem leicht abgewandelten Film-Zitat* beschreiben lassen:
Wiesn-Zeit sind zwei Wochen im Jahr, in denen Mädels sich anziehen können wie komplette Schlampen und die anderen Mädels können nicht darüber lästern.
…können sie aber doch. Sieht nämlich so gut wie immer scheiße aus. Ein typisches Beispiel:

Das Beste an dem Bild: die Herzen sind nicht Photoshop, sondern kleben außen am Käfer-Zelt. Beweisführung abgeschlossen.
*aus Mean Girls
Fiona, Oktober 4th 2010 |
Tags: Dirndl, Luxusshopping in München, Schickeria, Tracht, Wiesn
Posted in Lieblingsoutfits
Mousepad: selbstgemacht
Ich: stolz
Ich bin schon seit Jahren auf der Suche nach einem schönen Mousepad, wurde nie fündig, hab die Suche immer wieder vergessen, bis mal wieder jemand an meinem Computer saß und fast ausflippte, weil sich die optische Maus auf meinem Schreibtisch kaum kontrollieren ließ. Dann begann die Suche von Neuen, wieder erfolglos, etc, etc, ad Infinitum, bis ich auf die schlaue Idee kam, selbst eins zu machen.
Irgendwo hab ich die Idee online gefunden, aber jetzt finde ich die Quelle nicht mehr. Ich hab mich ohnehin nicht an die Anleitung gehalten, die unter anderem Vlies und ein Bügeleisen beinhaltet.
So hab ich mein Mousepad selbstgemacht:
1. Kork-Untersetzer aus der Küche geklaut (Was? Wir haben doch drei davon? Okay, ich hätte auch im Kaufhaus meines Vertrauens einen erwerben können, der keine Essensflecken hat.)
2. Mit Pattex bestrichen.
3. Stoff draufgeklebt.
Fertig. Read more…
Fiona, September 15th 2010 |
Tags: Basteln, Computerzeug, Selbermachen, Stoff
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