Mein liebster imaginärer Boyfriend aus rosa glitzernden Wattebällchen

Manchmal hat unsereins die Schauze voll von Münchner Sauberkeit. Da ist dann nicht mal das Bahnhofsviertel abgefuckt genug und ich flüchte in meine Zweitlieblingsstadt, Drittlieblingsstadt, oder – wie kommendes Wochenende – in meine Viertlieblingsstadt.

In London besuch ich viele liebe Freunde und fast genauso viele schöne Konzerte. Am allerschönsten wird wie immer das Konzert von Patrick Wolf, der schicksalhafterweise immer da spielt, wo ich grad bin (München, New York, London – vorausschauendes Stalking??)

Patrick Wolf ist einer dieser Künstler, den manche mit einem Schulterzucken abtun und den andere ab dem ersten Ton abgöttisch lieben. Einer dieser Musiker, von dem man sich einerseits wünscht, dass er die größte Stadionkarriere macht und in die Heavy Rotation auf Antenne Bayern kommt, den man aber gleichzeitig ganz für sich allein behalten will.

Die Bühne beherrscht er entweder ganz allein mit seiner Präsenz, seinen Kostümwechseln und x verschiedenen, selbst gespielten Instrumenten, oder er überlässt das Musizieren einer Band und hüpft wie ein extrem gut gekleideter hyperaktiver Hüpfball umher und lebt seine vor Pathos strotzenden Songs mit melodramatischer Inbrunst. Und weil er so schnucklig ist will ich eines Tages mit ihm und seinem Pferd und seiner Ukulele in einem Haus in Cornwall leben. Bis dahin muss ich mich mit seinem total verplanten “Tagebuch” begnügen.

…und damit, dass ich mich über Bandstocks an seinem neuen Album beteiligen kann. Über eine eigens eingerichtete Website können jetzt auch europäische Fans Anteile am nächsten Album erwerben und werden dann am Gewinn beteiligt. Eine bessere Geldanlage als Lehman Brothers ist es allemal und auch wenn Patrick sich mit meinen zehn Pfund nur einen neuen Pailetten-Overall kauft, bin ich schon glücklich.

Außerdem bekommen die Investoren natürlich allerlei Schmankerl, wie das digitale Album als Download, die Möglichkeit, eine signierte Sonderedition zu erwerben, ein shout-out auf der Website und der CD und Einladungen zu special events und Konzerten. Aktien können eben doch was schönes sein, trotz Wirtschaftskrise!

Wunschdenken bei der Zombocombo…

…da war nämlich am Freitag schon Sommer und die Sonne knallte von der Decke der Registratur.

zombocombo-sommer

Sonnenschirme, Strandliegen und für meinen Geschmack ein paar freie Oberkörper zu viel komplettierten den Cluburlaubs-Look. A propos Cluburlaub: Read more…

A Zen Moment of Paris

It took a rainy spring day with a totally unplanned madcap detour through Paris and a 3-minute French pop song on the radio to make me want to ditch everything and spend the rest of my life as an impoverished writer in Montparnasse (also a fat one, judging by the lunch I had there). Zut alors!