Hauptbahnhofundhopp

Zürich, da wo Dada ist

Bei meinem letzten Zürich-Besuch stellte ich verzückt fest, dass der legendäre dadaistische Sündenpfuhl Cabaret Voltaire wieder eröffnet wurde.

stellte fest, weil diese Tatsache mir unbekannt war, bis ich direkt davor stand
verzückt, weil Dada eines meiner Magisterprüfungsthemen war und auch sonst Spaß macht (von hinten wie von vorne)
legendär weil… HATTEST DU KEINEN DEUTSCH-GRUNDKURS? (ich auch nicht, war natürlich im LK)
Sündenpfuhl, weil ich mir das halt so vorstell, so dekadent und avantgardistisch und wild
wieder eröffnet, weil das Cabaret Voltaire genau da schon mal war und jetzt wieder da ist

cabaret-voltaire

Wie es sich für ein ordentlich dadaistisches Unterfangen gehört, erschließen sich Struktur und Zweck der Räumlichkeiten nicht auf den ersten Blick. Erstmal stolpert man eine halbe Treppe hinab in einen Laden, der allerlei Dinge verkauft, die mehr oder weniger was mit Dadaismus zu tun haben oder auch nicht. Das Meiste davon stammt aus Berlin, die dadaistische Achse Berlin-Zürich steht also, fast 100 Jahre später, immer noch. Schön! Dann geht’s hinter der Kasse noch eine Treppe runter in den Aktionsraum (klingt spannend!). Auf der anderen Seite dagegen führt eine Treppe rauf in das Künstlercafe duDA, auch wenn man in Zürich nicht gerade das Gefühl hat, dass es allzu viele Künstler gibt, die den ganzen Tag in Cafes rumsitzen.

Des weiteren gibt es im Dada-Haus eine Bibliothek, diverse Ausstellungen / Veranstaltungen und – wie undadaistisch:

Vermietungen
Suchen Sie nach einem speziellen Raum für Ihre
– Produktpräsentation
– Premiere einer neuen Dienstleistung
-…

Und wenn Ihr jetzt denkt, dass es in München viel zu wenig Dada gibt: FALSCH! Wie falsch? Seht Ihr im nächsten Post…

Bild: © Cabaret Voltaire

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