Hauptbahnhofundhopp

Messies in den Kammerspielen, Kammerspiele im Schnee, Schnee ist total Messy

Festival vom Unsichtbaren Menschen, die Zweite. Das PeterLicht-Konzert zum Auftakt des Festivals in den Kammerspielen war natürlich toll, aber die anderen Veranstaltungen der Reihe? Was den geneigten Zuschauer wohl bei Datenstrudel, Spacebook oder My Personal Widerstandsjukebox erwartet, weiß man nicht so genau.

Ebenso undurchsichtig war die Ankündigung für Beide Messies. Das Programm verspricht: „Sie singen und bringen ekstatische Lieder, Tänze und Texte der Geistesgegenwart (auf hohem erotischem Niveau).“ Na gut, dann schauen wir uns das mal an. Kost ja fast nix, Kulturförderung sei dank.

Fand das PeterLicht-Konzert noch in gediegener Jugendstil-Gemütlichkeit statt, gastieren die Messies gefühlt unterm Dach des Neuen Hauses, in einem großzügigen, wunderschön beleuchteten Raum. Und was machen die da so? Wie angekündigt: singen, tanzen, performen. Ein bisschen wie PeterLicht, nur mit mehr Ausdruckstanz und weniger von dem, was man als „schöne“ Melodien bezeichnen würde. Der Kurator höchstselbst war auch im Publikum und hat meine Theorie betreffs seiner Identität bestätigt. Vielleicht.

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Beide Messies sind nicht durchgehend großartig, haben aber ihre Momente. Wenigstens ist es keine Sekunde langweilig, sondern durchwegs unterhaltsam und man muss echt Respekt haben vor Männern, die im Anzug Schuhplatteln, im Bikini Ukulele spielen und mit Dosentomaten und Spielzeugautos einen Songtext illustrieren.
Dieses Lied ist zum Beispiel wirklich große Klasse, denn Wetterbericht geht immer, da ham’s scho Recht:

Zumindest mit dem erotischen Niveau haben sie übrigens nicht gelogen – selten einen Mann gesehen, der beim Kopfstand im grünen Bikini eine so gute Figur macht!

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