Mad Men: Essen, Trinken und Aussehen wie die Coolsten

Ebenso wie die Stadt New York bei Sex and the City die “fünfte Hure” war und die fabelhaft unrealistischen Designerklamotten die eigentliche Hauptrolle spielten, gibt es bei Mad Men, der bis auf weiteres liebsten Lieblingsserie meinerseits, neben den Hauptdarstellern einige wesentliche Faktoren, die zum Erfolg der Serie beitragen:

mad-men-marathon1. Das makellose Set Design, das die goldene Ära der Werbeagenturen im Manhattan der frühen 60er Jahre detailverliebt zum Leben erweckt.

Da wir aber nicht unbedingt alle unsere Wohnungen und Büros im Mad Men-Stil umdekorieren wollen (wenn doch, lasst Euch nicht aufhalten!) konzentrieren wir uns auf die leichter umsetzbaren Aspekte des Mad Men-Universums.

2. Die Klamotten treffen momentan den Nerv der Zeit. In schlechten Zeiten werden eben Wirtschaftswunder-Zeiten idealisiert und die Mode der 50er und 60er wird vor allem in den aktuellen amerikanischen Kollektionen zitiert. Auch die Parallelen zwischen der Aufbruchsstimmung der damaligen Bürgerrechtsbewegung und der heutigen Hope/Change-Rhetorik werden in den modischen Zitaten offensichtlich. Die Frauen orientieren sich dabei an drei Looks:

madwomen_narrowweb__300x3820- der VaVaVoom von Sexbombe/Chefsekretärin Joan, mit engen Kleidern und beachtlicher Oberweite eine nahe Verwandte der Femme Fatale.
- der kühle Glamour der gelangweilten Hausfrau Betty. Wie Grace Kelly, nur ohne Hollywood-Karriere und ohne Affären (noch).
- der zugeknöpfte Mädchen-Stil der unscheinbaren Peggy.

Die Männer müssen eigentlich nur im Anzug eine gute Figur machen und trotz kiloweise Pomade cool aussehen. Merke: die Anzüge stammen aus einer Zeit weit vor Armani!

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3. Saufen und Rauchen, pardon, Essen und Trinken.
Der Alkohol- und Zigarrettenkonsum zieht sich durch die Serie wie ein roter Faden (beziehungsweise wie ein rotes Tuch für Gesundheitsaposteln, die schon kräftig klagen, dass Mad Men die 60er so zeigt, wie sie dem Vernehmen nach wirklich waren). Bei einer Mad Men-Party sollte also ausgiebig geraucht werden (zur Not Schokozigaretten, bevor die auch noch verboten werden) und die passenden Drinks sind natürlich Pflicht:

- Don Draper ist eine richtig coole Sau und trink nach dem morgendlichen Meeting erstmal einen Old Fashioned, bevor er die Sekretärin, eine Kundin und ab und zu auch mal seine Frau verführt.
- Brandy Alexander ist ein Mädchencocktail für das kleine Mädchen der ersten Staffel, Peggy Olsen, die es in der zweiten Staffel dann doch allen zeigt.
- Pete Campbell trinkt Scotch, am besten von der Marke, die Sterling Cooper vertritt.
- Tom Collins ist der perfekte Klischee-Drink für die Klischee-Hausfrau der 60er, Betty Draper, idealerweise serviert bei einer Dinnerparty.
- Salvatore Romano, der Italiener, muss natürlich italienisch trinken: Campari war damals noch ein ziemlich exotisches Getränk und hätte ihn bestimmt genauso wie heute als schwul geoutet.

Dazu werden Canapes und Zigaretten gereicht. Hatte ich die Zigaretten schon erwähnt?

Dann kann’s ja los gehen. Zur Einstimmung noch Mad Men bei den Simpsons und in der Sesamstrasse…. und wenn Ihr nur einen Link anklickt (ich weiß, es sind viele), dann den hier.

    2 Kommentare zu “Mad Men: Essen, Trinken und Aussehen wie die Coolsten

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