Ich beschwer mich immer, dass es in München kein polnisches Restaurant gibt und man seine Pierogi wahlweise zweimal jährlich auf dem Tollwood oder beim einzigen mir bekannten polnischen Imbiss in Laim besorgen muss (ja, es gibt im Stachus-Untergeschoss einen polnischen Metzger, aber der hilft mir als Vegetarierin nicht weiter). Das hat wohl das Christkind gehört und hat uns jetzt einen polnischen Lebensmittelladen (Polski Sklep) in Giesing geschenkt! Nachtrag: Der Laden heißt Kuba und ist in der Tegernseer Landstr. 91
Danke Christkind, der Pole und der Pierogi-Fan freuen sich!
Man hört und liest jedes Jahr wieder die “Was die Leute auf der Wiesn alles verlieren” Kopfschüttel-Geschichten: Unterwäsche, Zahn- und Beinprothesen, ja sogar Rollstühle und Krücken sollen schon im Wiesn-Fundbüro abgegeben worden sein.
Dieses Jahr hab ich das Wiesn-Fundbüro zum ersten Mal selbst besucht. Wenig erfreulich: mein verlorener Fahrradschlüssel ist nicht im Wiesn-Fundbüro aufgetaucht. Sehr erfreulich: im Wiesn-Fundbüro geht es genau so zu, wie man es sich vorstellt…
Was betrunkene Menschen auf dem Oktoberfest halt so verlieren: Blasinstrumente, Tennisschläger und Fußbälle zum Beispiel. Ich bin mir zwar sicher, dass das hier gezeigte Stillleben zur allgemeinen Erheiterung der Kundschaft arrangiert wurde, aber das sind garantiert nicht die absurdesten Fundsachen, die das Wiesn-Fundbüro je gesehen hat.
Wer auf dem Oktoberfest etwas verloren hat, kann übrigens noch bin zum 8.10.2010 das Wiesn-Fundbüro besuchen (hinterm Schottenhamel-Zelt, falls das noch steht), danach wandern alle Fundsachen ins normale Fundbüro in der Oetztalstraße.
Der Fabrikverkauf in Metzingen: was einmal als kleines Kabuff am Lieferanteneingang der Hugo Boss Fabrik begann, ist heute bekannt als Metzingen Outlet City. City ist zwar immer noch etwas zu hoch gegriffen – Metzingen ist im besten Fall eine Kleinstadt – aber die Outlets haben inzwischen wirklich überdimensionale Größen erreicht, ganz zu schweigen von Flagship-Store-würdigem Aussehen.
Wir sind immer auf dem Weg zu meiner Oma durch Metzingen gefahren (als es noch keine Umgehungsstraße gab) und haben oft “beim Boss” angehalten. So hieß das damals und als ich 10 Jahre alt war, beeindruckte mich dieses ganze feine Designerzeugs und die Tatsache, das man es da so billig kaufen konnte. Es gab zwar noch keine Damenmode von Boss, aber das hat mich nicht daran gehindert, Jeansjacken und T-Shirts zu kaufen und mir extrem trendy damit vorzukommen.
Die Erweiterung um andere Outlets, erst deutscher Designer wie JOOP und später auch anderer Marken, ging eher schleichend voran. Heute finden sich in Metzingen zig Marken-Outlets, von Adidas bis Wolford und von Schokolade bis Frottee gibt’s nix, das es nicht gibt. Die Ausbeute meines letzten Metzingen-Ausflugs sah so aus>>>
Allein für die Ersparnis von fast 2.000 € beim Kauf einer Lederjacke hat sich’s gelohnt, obwohl ich vermutlich wenig Lust hätte, nur deswegen extra von München nach Metzingen zu fahren.
Andere tun das aber und die reisen nicht nur aus München an. Ganze Reisegruppen von Japanern oder Amerikanern sind kein seltener Anblick und die Parkplätze sind voll von Kennzeichen aus ganz Deutschland. Gerade deswegen fehlt mir auch in Metzingen ein Museum oder zumindest eine detaillierte Schautafel, die die Geschichte der Stadt und ihrer Textilindustrie dokumentiert. Read more…
Es war so. Ich habe mich in diese Vivienne Westwood Schuhe verliebt. Ich verliebe mich sehr oft in Dinge von Vivienne Westwood, aber ich kann sie mir sehr selten leisten. Diese Schuhe sind aber von Vivienne Westwood for Melissa, was sie sehr erschwinglich macht. Melissa ist eine brasilianische Modefirma, die ausschliesslich Schuhe aus Gummi herstellt, meist in Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern, Architekten und Designern.
Die Schuhe sind
wunderschön
wohlfühlbequem
quietschebunt
bezahlbar
sie riechen nach Kaugummi*
=> ich musste sie haben<=in Deutschland sind sie schwer zu bekommen=>ich musste sie in Australien bestellen
Auch mit Versand aus Australien kommt man bei der Online-Bestellung relatv günstig davon (die Dollarpreise durch zwei geteilt, plus 15€ Versandkosten = Schnäppchen), aber mach mal die Rechnung nicht ohne den deutschen Zoll, der hat nämlich mein kaugummiduftendes Melissa-Packerl geöffnet und, Zitat: Wer oder was auch immer VuB sein mag, eine kleine Zollgebühr später sind sie endlich mein. Ich bin jetzt stolze Besitzerin der Vivienne Westwood Ultragirl in Rot…
*Der Kaugummigeruch gibt immer wieder Anlass zu besorgten Anfragen lieber Menschen, ob das auch gesund sei, aber ich denke, wenn man brasilianische Schuhe aus Vollgummi trägt, ist es schon zu spät, sich Gedanken um Fußkrebs zu machen.
Und weil ich heute noch nicht genug Werbung für Melissa gemacht hab, hier ein Vintage-Werbeclip aus Brasilien:
Ich weiß, Ihr wartet seit einer Woche mit angehaltenem Atem, was für eine dadaistische Fundgrube ich in München aufgetan habe. Ich denke, das Warten hat sich gelohnt. Vor allem, wenn Ihr auch nicht wusstet, dass es Schuhdesigner gibt, denen der Dadaismus offenbar kein Begriff ist, die aber denken, dass “Dada” ein total spitzenmässiger Name für geilen Fuss-Bling ist. Tja, diese Schuhdesigner gibt es und sie haben dies entworfen: